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DIE AUSBREITUNG DER TIGERMÜCKE VERHINDERN


BERN - In der Schweiz soll die Verbreitung der vor drei Jahren im Kanton Tessin nachgewiesenen asiatischen Tigermücke verhindert werden. Das Insekt ist ein möglicher Überträger von Infektionskrankheiten und kann deshalb die Gesundheit von Mensch und Tier gefährden, so das Bundesamt für Gesundheit.
Eine Ausbreitung der Mücke birgt das Risiko, dass verschiedene virale Infektionskrankheiten in Europa endemisch werden könnten.
Quelle: 20Minuten (2007)



27.11.2007

Die asiatische Tigermücke ist im Aargau erstmals nördlich der Schweizer Alpen entdeckt worden. Die Tigermücke ist ein Überträger von viralen Infektionskrankheiten. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) führt die Meldepflicht ein.


[sda] - Bisher sei nicht bekannt, ob es sich bei den Einzelfunden im Aargau um eingeschleppte Mücken handle oder um Tiere einer heimischen Population, teilte das Aargauer Departement Gesundheit und Soziales (DGS) mit. Eine Privatperson habe zwei Tigermücken gefunden, sagte Judith Seitz vom Kantonsärztlichen Dienst auf Anfrage.
Das Vorkommen der Tigermücken habe in den letzten Jahren zugenommen, hält das Bundesamt für Gesundheit (BAG) in einem Bulletin fest. Die ersten Tigermücken in der Schweiz waren 2002 im Kanton Tessin entdeckt worden.
Bisher gebe es keine Hinweise, dass die Tigermücken in der Schweiz mit Viren infiziert seien. Im Kanton Tessin sei ein Überwachungsnetz aufgezogen worden.
Die Tigermücke kann virale Infektionskrankheiten wie Chikungunya oder Dengue übertragen. Die Infektion führt gemäss BAG bei Menschen nach einer Inkubinationszeit von zwei bis acht Tagen abrupt zu Fieber, Schüttelfrost und Glieder- sowie Gelenkschmerzen.
Gegen das Chikungunya-Fieber bestehe weder eine Impfung noch eine spezifische antivirale Behandlung. Daher will das BAG in der Schweiz ab Januar 2008 eine Meldepflicht für laborbestätigte Chikungunya- Fälle einführen.
Nahezu 200 Personen waren im vergangenen August in der Region Ravenna in Norditalien erkrankt. Als Ursache wurde eine lokale Mückenpopulation nachgewiesen. Das Virus hatte wahrscheinlich ein Reiserückkehrer aus Südindien mit nach Hause gebracht.
Die Tigermücke stammt ursprünglich aus Südostasien und wurde mit dem Güterverkehr in die USA, nach Lateinamerika, Afrika sowie nach Europa eingeschleppt. Gemäss BAG sind die Mücken bereits in zwölf europäischen Ländern nachgewiesen worden.
Quelle: Bluewin - November 2007

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